Gürtelrose - Herpes Zoster

Die Gürtelrose ist eine Zweiterkrankung durch das Windpockenvirus (Varizella-Zoster-Virus). Nach einer Windpockenerkrankung (die manchmal auch unbemerkt verläuft) verbleibt das Virus lebenslang in den Nervenbahnen (gehört zur Herpes-Virus-Familie).

 

Bei schlechter Immunabwehr oder auch erneutem Windpockenkontakt kann es zur Reaktivierung der Viren in den Nervenbahnen kommen. Sie wandern dann über die Nervenbahnen zu dem Hautgebiet das der Nerv versorgt und das von der Wirbelsäule gürtelförmig nach vorne bis zu Mittellinie reicht (Dermatom), daher auch der Name Gürtelrose. Weitere häufige Auftretungsorte sind die Versorgungsbereiche der Hirnnerven im Gesicht (Ohrmuschel, Gehörgang, Stirn, Kopfhaut, Nasen- und Augenpartie).

 

Nach kurzem Stadium mit allgemeinem Krankheitsgefühl, Schmerzen im betroffenen Hautgebiet, evtl. Fieber und einer Schwellung der regionalen Lymphknoten, treten im Versorgungsgebiet des Nervs gruppiert stehende kleine Hautbläschen auf gerötetem Grund auf. Diese platzen nach ca. einer Woche und hinterlassen Krusten und Erosionen. Der Bläscheninhalt ist infektiös – andere Menschen können nach Kontakt Windpocken bekommen! Meist ist die Erkrankung einseitig. Einzelne Bläschen können aber an weiter entfernten Körperstellen auftreten. Typisch sind stärkste, meist brennende Schmerzen im betroffenen Hautareal. Nach 3-4 Wochen heilen die Hauterscheinungen ab.

 

Vor allem ältere Patienten leiden nach der Erkrankung häufig unter einer Postzoster-Neuralgie im betroffenen Gebiet. Diese einschießenden, brennenden und mitunter kaum zu ertragenden Schmerzen können jahrelang bestehen.

Wenn Auge oder Ohr mitbetroffen sind kann es zu Erblindung oder Taubheit führen.

 

Die Behandlung der Gürtelrose kann trotz intensiver Therapie unbefriedigend verlaufen. Auch schulmedizinische Medikamente bringen oft nicht den gewünschten Erfolg. Im akuten entzündlichen Stadium sowie bei schmerzhaften Folgezuständen (Postzoster-Neuralgie) sind die Ergebnisse einer naturheilkundlichen Behandlung allerdings gut.

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